Christian Urban
Musikalische Wurzeln : Deep Purple, AC/DC, Kiss, Queen, Police, Falco, Udo Jürgens …..
Lieblingsfarbe : Schwarz in allen Schattierungen
Input: Das Leben an sich, meine Familie, Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmansthal, Andy Warhol, China Restaurants
Alles begann damit, dass ich mit 13 eine Live-Übertragung des „Prince´s-Trust 1982“ im Fernsehen gesehen hatte. Eine riesige Halle und jede Menge Bands die dort, eine nach der anderen, aufgeigten. Endlich sah ich die Musiker als Menschen auf der Bühne und nicht „nur“ deren Songs anonym im Radio. Hatte mich bis dahin an Musik nur das Endprodukt interessiert, so war ich jetzt sofort fasziniert und wollte unbedingt mehr über das Thema Bands und Musiker wissen.

Mit einem Schulfreund, der in einer Blasmusik-Kapelle Klarinette spielte, kam ich schnell ins Gespräch und träumte ich von der Gründung einer Band...

Da ich ein wenig Erspartes hatte, quälte ich meine Mutter so lange, bis sie mit mir in den nächsten Musikladen fuhr, und ich mir eine gebrauchte E-Gitarre und einen alten Verstärker kaufen durfte. Mit diesen Utensilien, dachte ich, steht einer glorreichen Zeit als gefeierter Musiker nichts mehr im Wege.
Christian Urban
Christian Urban Was ich allerdings vergessen hatte und sich bei unserer ersten Probe, in meinem damaligen Kinderzimmer, schnell herausstellte, war die Tatsache, dass man auch „SPIELEN“ können muss. Um diese Erkenntnis reicher, zogen sich meine Gitarre und ich für die nächsten paar Wochen auf den Dachboden zurück und versuchten gemeinsam, der Töne Herr zu werden.

In der Zwischenzeit trudelte durch einen weiteren Freund ein altes Schlagzeug in meinem Kinderzimmer ein. Am Anfang konnte ich mit dem Teil nichts anfangen, aber mit der Zeit probierte ich immer öfter mein Glück an den Trommeln. Nach ca. 3 Wochen war meine Gitarre ein Waisenkind und ich trommelte 3-4 Stunden am Tag. Die Entscheidung war gefallen!  - Das Schlagzeug war „MEIN“ Instrument. Damals war ich 14. Mit 15 gründete ich dann meine erste richtige Band, natürlich als Schlagzeuger, und nahm Unterricht. Die Jahre vergingen und mein damaliger Sänger und ich, beide an der Tontechnik interessiert, schmissen unser Geld zusammen und starteten mit einem kleinen Studio in die wunderbare Welt der Knöpfe und Regler.
Nach ein paar Jahren, in denen ich in verschiedenen Bands den Trommler gab, wurde meine Vision von einer Band, die kräftigen Rock endlich mal mit deutschem Text spielt, immer deutlicher, und ich begann, mich nach einem Sänger dafür umzusehen. Viele erfolglose Testphasen später schnappte ich mir selbst das Mikrophon und gab einige Texte von mir selbst zum Besten.

Es dauerte nicht lange bis ich merkte, dass das, was ich mir vorstellte nicht so leicht zu finden sein würde. Also machte ich nach reiflicher Überlegung das Mikro zu meiner Dauerfreundin.

Die Texte sprudelten und die Musik quoll nur so aus den Monitoren raus. Der Gründung der „VERLORENEN SÖHNE“ stand nichts mehr im Wege. Es dauerte einige Zeit bis ich die Band beisammen hatte und oft ergab Eines das Andere. Es gab einige Umbesetzungen, aber im Frühjahr 1995 war die Band, so wie sie viele Jahre überdauern sollte, komplett. Gegründet wurde sie von mir 1992, Prost!!
Christian Urban
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